SV – Einheit mit Steffen und Gästen

Selbstverteidigung statt Kihon, Kata und Kumite!

Diesmal gab es bei unserem Wadōkai-Karate eine etwas andere Trainingseinheit – denn wir hatten ein paar Neulinge zum Schnuppern dabei!

Ob geschubst werden, ein Griff von hinten, Würgen oder die Befreiung am Boden: Wir haben verschiedene Situationen ausprobiert und gelernt, wie man reagieren und sich befreien kann.

Besonders spannend: Ja, auch als Frau kann man sich gegen einen großen, schweren Angreifer zur Wehr setzen!

Natürlich gilt: Die gezeigten Techniken sind nur Anregungen und müssen regelmäßig trainiert werden, damit sie auch unter Stress funktionieren. Und bei einer Messerbedrohung gilt ganz klar: Abstand halten und flüchten – kein Zweikampf!

Ein großes Dankeschön an unseren Trainer Steffen für seine geduldigen Erklärungen und an Ingo, der als Angreifer so manche Ohrfeige tapfer eingesteckt hat.

Unsere Neulinge waren begeistert – vielleicht sehen wir sie ja bald wieder auf der Matte!

©️ Britt

Selbstbehauptung ungeschminkt: von Dr. Elke von Oehsen

Dies ist ein Buch von einer Frau für Frauen. Dr. Elke von Oehsen hat sich immer wieder selbstbehauptet, sie ist die höchstgraduierte Karateka im Deutschen Karateverband mit dem 9. Meistergrad (DAN). Gern und oft erzählte sie in geselliger Runde, was es bedeutete, in den 70er und 80er Jahren in der männerdominierten Karatewelt auch des verehrten Sensei Teuro Kono[1] als junge Frau zu trainieren und Anerkennung zu erwerben. Die Meisten aus dieser Zunft, des Wadokai-Karate (Wado-Ryu), kennen sie wahrscheinlich ungeschminkt und dieses Wort meint nichts Kosmetisches, sie handelt und spricht im wahrsten Sinne des Wortes geradezu, offen und glaubwürdig.

Im Mai diesen Jahres hat sie „ein Praxisbuch für Frauen, um Handlungsfähigkeit, Schutz und Selbstwirksamkeit zu gewinnen“ im Kono-Verlag veröffentlicht.

Ihr Anspruch ist dabei „Keine Lösungen [vorzugeben], sondern verschiedene Möglichkeiten als Anregung für eine individuelle Auseinandersetzung [darzustellen]“ (Seite 12) Wenn „Angst vor Gewalt das Leben von Frauen vor allem unterschwellig [prägt] und ihr Verhalten und ihre Handlungsmöglichkeiten sehr [beeinflusst]“, dann muss man sich mit Fakten, aber sowie mit Klischees, Vorurteilen und Urteilen auseinandersetzen.

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Habersetzer, Roland: Amakusa Shiro – Gottes Samurai

Christliche Samurai? Gab es denn solche? Ein Roman von Roland Habersetzer.

  • Roland Habersetzer
  • Der Aufstand von Shimabara
  • Aus dem Englischen von Frank Elstner
  • 360 Seiten
  • Hardcover mit Schutzumschlag
  • ISBN: 978-3-938305-19-5
  • 1. Auflage November 2013

Religionskriege gab es viele in vielen Jahrhunderten. Selten wird von ihnen jedoch aus fernsten Ländern berichtet, damit meine ich die, welche wir zum Fernen Osten zählen. Vielleicht hat eine Leserin oder ein Leser die Romane des James CLAVELL gelesen. SHOGUN wurde mit Richard CHAMBERLAIN erfolgreich verfilmt. Und SHOGUN gibt auch das Stichwort, wir begeben uns in das alte Japan, in das 14. und 15. Jahr der Ära Kan´ei, oder in das Jahr 1637. Es regiert der Enkel des Begründers des Edo-Shogunats, Tokugawa Ieyasu (jap. 徳川 家康; * 31. Januar 1543; † 1. Juni 1616), und der heißt Tokugawa Iemitsu (jap. 徳川 家光; * 12. August 1604 in Edo; † 8. Juni 1651).

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Habersetzer, G. und R.: Enzyklopädie…

… der Kampfkünste des Fernen Ostens

  • Gabriele und Roland Habersetzer
  • aus dem Französischen von Frank Elstner
  • 1215 Seiten und 1000 Abbildungen
  • 1. Auflage 11/2019
  • ISBN: 978-3-957840-25-5
  • Palisander Verlag

Wuchtig liegt die Neuausgabe des im Palisander-Verlag herausgegebenen Kompendiums über die Kampfkünste des Fernen Ostens in den Händen – denn beide Hände benötigt der Leser schon, um das auf über 1.200 Seiten und annähernd 10.000 Schlagworten zentrierte Wissen mit aller Ehrfurcht handzuhaben.

Hier liegt eine Fleißarbeit von Roland Habersetzer vor. Dieser ist ein unbestrittener Fachmann in den Kampfkünsten und konnte durch sein jahrzehntelanges Studium nicht nur ein immenses Fachwissen ansammeln, sondern dies in Fachpublikationen weitergeben.

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Kampfsport, Kampfkunst für meine Kinder oder Enkel?

Wie wäre es mit Wadokai-Karate? Einer der ältesten Dresdner Karatevereine kombiniert Tradition mit vielseitigem Training und gemeinsamen Unternehmungen.

Eine Turnhalle in Dresden – Blasewitz.  Ein Dutzend Kinder in weißen Anzügen rennen durcheinander, hin und her, umeinander drum rum. Die Aufgabe lautet, die Wäscheklammern am Revers des Gi  der anderen weg zu grapschen. Wer zum Schluss noch eine hat, ist Sieger.

„Hantai!“ ruft Trainer Jens laut in die Halle. Sofort treten die Mädchen und Jungen, geordnet nach Gürtelfarben, in einer Linie an. Ganz links finden sich Kinder mit grünen, ganz rechts die mit weißen Gürteln. Dōjō – Etikette nennt man das. Dienstags beim Kindertraining des Karate Wadokai Dresden e.V., einem der ältesten Karatevereine der Stadt, dessen Anfänge fast illegal waren, damals, noch in der DDR.

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Wandertag

Wadokai-Kinderwandertag – ein voller Erfolg!

Wenn Engel reisen, dann gibt es schönes Wetter. Sollte an diesem Motto etwas dran sein, hat es sich bei unserem ersten Wadokai-Kinderwandertag definitiv bewahrheitet.
Bei strahlendem Sonnenschein starteten am Sonntag insgesamt 23 Wadokai-Kinder, Eltern und Trainer am Körnerplatz zu unserem ersten gemeinsamen Wandertag.

Da wir im Vorfeld eine „entspannte“ Wanderung angekündigt hatten, ging es natürlich erst einmal mit der Standseilbahn hoch hinaus. Schließlich wollten wir unsere Teilnehmer nicht bereits auf den ersten Kilometern abschrecken. Für einige war es sogar das erste Mal mit der Standseilbahn – allein dafür hatte sich die Teilnahme also schon gelohnt. Anschließend ging es durch die Villen am Weißen Hirsch und weiter in den Großstadt-Dschungel „Dresdner Heide“.
Das angekündigte geheimnisvolle Mordgrundwasser stellte sich allerdings als eher ungefährlich heraus – dafür war einfach viel zu wenig Wasser vorhanden. Und auch die versprochenen verwunschenen Quellen hatten offenbar noch Sommerferien und glänzten mit Abwesenheit.

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Eintauchen in Geschichte

Trainerweiterbildung der anderen Art.

Wenn man eine japanische Kampfkunst betreibt, dann gehört ein wenig Japan-Geschichte sicherlich dazu. Am 14. Juni bot sich dafür die Gelegenheit, denn im Parkhotel Dresden sahen wir eine „szenische Live-Erzählung“ unter dem Titel „Japan – Die Sage der Nation“. Ein Erzähler führte durch einige tausend Jahre, begleitet von einer stimmigen und traditionellen Musikerin auf dem Koto-Instrument.

Die Bühne erhellt auch von „unzähligen“ Kerzen, japantypischen Raumteilern, einer Bilderwand, gesäumt von Kirschbäumen in voller Blütenpracht, das japanische Kirschblütenfest (Sakura) dauert Monate, denn die Kirschblüte beginnt bereits im Januar auf Okinawa und arbeitet sich dann vor.

Die Koto erinnert entfernt an eine Zither, natürlich mit ganz anderem Klang, die gespielten Stücke füllen den Raum wunderbar aus.

Was man mit KI im positiven Sinn machen kann, zeigt die Präsentation über dem Bühne, und dabei fällt nun eine Reihenfolge der Erzählung auf, die wohl eher unüblich erscheint: sicherlich sind die Atombomben über Hiroshima und Nagasaki im August 1945 höchstwichtiger Erinnerungsteil aller Japaner, neben der Zerstörung, dem sekundenschnellen Tod tausender Menschen und mehr, wird auch eine jahrtausendealte Tradition beendet, denn der Tenno wird bald nicht mehr als göttlicher Kaiser angesehen. Daher beginnt und endet die Erzählung mit diesem Ereignis.

Natürlich nimmt uns der Erzähler auch mit in die Geschichte, die volltönende Stimme erzählt und liest in getragener Ruhe, begleitet von Bildwelten, die den Text stützen. Mythen, Wendepunkte, kulturelle Prägungen: Es ist erstaunlich, wie man all dies, wofür man tausende Seiten lesen könnte, in einer 75-minütigen Inszenierung unterbringen kann.

Dreamlight – Experiences will magische Events, pure Emotionen und unvergessliche Momente schaffen so „entsteht eine inszenierte Geschichtsreise… als live erzählte, zusammenhängende Bühnenform, in der Vergangenheit, Atmosphäre und klang miteinander verschmelzen.“ (dreamlight-labs.com) Schade, dass nirgends die Namen der beiden Akteure genannt werden.

Das ist den Veranstaltern, denke ich gelungen und es hat sicherlich allen gefallen. Anschließend genossen wir Sonnenschein und Unwetter über Dresden im Luisenhof: ein schöner Sonntagnachmittag im Kreis von Freunden.

©️ Uwe (15.06.2026)

Endspurt – 1/2 Jahr ist rum

Unsere Wado-Kinder haben mit großer Begeisterung auf den Aufruf für die Gürtelprüfungen geantwortet und ihre beeindruckenden Fortschritte unter Beweis gestellt. Mit einem Mix aus Freude, Fokus und harter Arbeit sind sie bereit, ihre Fähigkeiten am Prüfungstag zu zeigen.

Servus zusammen,
vor Kurzem hatten wir Trainer mit der E-Mail „Erinnerung Prüfungstermin & Vorprüfung am Samstag“ noch einmal zum Endspurt für die anstehenden Gürtelprüfungen aufgerufen. Und was sollen wir sagen? Unsere Wado-Kinder haben auf diesen Aufruf gehört und sind unserem Rufen gefolgt! 💪😃
Am Samstag stand für alle prüfungswilligen Kinder die sogenannte Vorprüfung auf dem Programm. Gemeinsam haben Torsten, Jens und ich den aktuellen Leistungsstand unserer Nachwuchs-Karateka unter die Lupe genommen. Das erfreuliche Ergebnis: Alle Kinder konnten ihr Können bestätigen und bleiben somit auf der Liste der Prüflinge stehen! 👏🥋

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Einmal nicht nur mit leerer Hand

Am 22. und 23. Mai 2026 fand in Meißen ein spannender Karate- und Kobudo-Lehrgang statt, bei dem Teilnehmer aus Wado Ryu und Tesshinkan in intensiven Einheiten wie Kumite Gata und Tonfa-Techniken trainierten. Besonders herausfordernd war die Kombination aus Koordination und Konzentration beim Training mit den Tonfa.

Am 22. und 23. Mai 2026 fand in Meißen ein spannender Karate- und Kobudo-Lehrgang unter der Leitung von Werner Buddrus und Oliver Blaskowitz statt.
Angeboten wurden Einheiten aus dem Wado Ryu Karate sowie dem Tesshinkan Kobudo – mit Kumite Gata, Tonfa und Bo no Kihon stand also ein abwechslungsreiches Programm auf dem Plan.

Hochmotiviert sind wir – Steffen, Joachim, Inga und ich – am Freitagnachmittag als Fahrgemeinschaft nach Meißen aufgebrochen.
Dank perfekt abgestimmtem Zeitmanagement war sogar noch ein spontaner Zwischenstopp zum Eisessen drin. Bei Traumwetter konnten wir mit Blick auf die Elbe kurz entspannen. Für einen Moment haben wir tatsächlich überlegt, einfach sitzen zu bleiben – waren uns dann aber doch einig, die frisch gewonnenen Kalorien lieber direkt wieder abzutrainieren.

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Wenn Wadokai auf Shindo trifft

Wadokai trifft auf Shindo. Kampfkunst Event in Berlin – Wadokai Dresden ist dabei

Es hat inzwischen Tradition, dass sich eine Reihe Trainer und Mitglieder, manchmal mehrmals im Jahr, treffen, um über den Tellerrand zu schauen.

Darum folgten am 21. und 22. Februar in Berlin Eric, Ivo, Frank und Thomas den Ausführungen und praktischen Übungen von Toby Threadgill (USA – Kaicho und Menkyo Kaiden Takamura ha Shindo Yoshin ryu) und Koichi Shimura (Japan – 8.Dan JKF Wado-Kai, JKF Wado-Kai 1st Instuctor)

Thomas gibt hier zu Protokoll:

Aus meiner Sicht ein wirklich tolles Seminar, was mich sicher auf dem Weg ein Stück weiter bringt. Ich hatte mich anfangs auf Wadoryu bei Sensei Shimura konzentriert. Dort wurden die Kihon-Techniken und Kata geübt und verfeinert. Interessant war für mich die praktische Erklärung der Kata mit Partner.
Spätestens ab Pinan Sandan war dann für mich Schluss.

Deshalb war ich froh, als mir Ivo vorschlug, zu Sensei Threadgill und Shindo zu wechseln, wo er mir in der restlichen Zeit des Seminars als Übungspartner die Techniken zeigte und einübte. Wann hat man die Gelegenheit, so intensiv im 1:1 „betreut“ zu werden ?Dafür und für Engelsgeduld ein Dankeschön.

aus der Ausschreibung


Interessant auch die internationalen Teilnehmer, mit denen man mühelos ins Gespräch kommt. Highlight: die „Teilnahmebestätigung“ die ich mir von beiden Sensei in meinen Ausweis geholt habe.

©️Thomas